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Plombe

Gibt es in der heutigen Zeit noch Plomben?

Amalgam-Plombe im Zahn

Der Ausdruck Plombe kommt von der französischen Bezeichnung „plomb“, die übersetzt Blei bedeutet. Die auch als plombieren bekannte Tätigkeit umfasst dabei das Füllen eines Loches im Zahn nach beseitigtem Kariesbefall. Da das so entstandene Loch früher meist tatsächlich mit Blei, auch „Plumbum“ genannt, gefüllt wurde, entstand der Begriff der Plombe. So gibt es in der medizinischen Geschichte bereits seit der Römerzeit Nachweise, dass angegriffene Zähne zum Schutz mit einer Art Füllung geschlossen wurden, jedoch verwendete man erst etwa seit dem 16. Jahrhundert Metall. Fälschlicherweise werden Plomben heutzutage oft mit Amalgamfüllungen gleichgesetzt. Im Grunde bezeichnen Plomben allerdings nur irgendeine Art von Füllungen, das Material ist dabei frei wählbar. Während man noch vor wenigen Jahrzehnten ausschließlich Amalgam mangels Alternativen als Füllmaterial wählte, so können Patienten mittlerweile auch verschiedenen Möglichkeiten wählen, aus denen ihre Plombe bestehen soll. Der veraltete Begriff wird in der Zahnmedizin nicht häufig verwendet, weil er zu ungenau definiert, um was für ein Material es sich bei der entsprechenden Füllung wirklich handelt. Aber grundsätzlich gesehen kann man jede Art von Füllung noch als Plombe bezeichnen.

Alternative zur herkömmlichen Plombe

Flüssiges Quecksilber

Noch immer ist eine Füllung aus Amalgam in manchen Zahnarztpraxen gängig und erfüllt somit den Klischeegedanken vieler Patienten. Die kostengünstige Füllung aus Amalgam ist schnell eingesetzt und härtet binnen weniger Minuten aus. Bereits nach kurzer Zeit kann der Patient wieder wie gewohnt essen und trinken und genießt gleichzeitig einen sicheren Schutz vor Bakterien und Keimen. Allerdings muss der Zahn für eine Füllung mit Amalgam stärker aufgebohrt werden als bei manch anderen, schonenderen Behandlungsmethoden. Zudem reißt die Füllung nach Jahren an, sodass sich unter der Füllung Bakterien unbemerkt sammeln und schlimme Karies verursachen können.

Amalgam lässt sich zwar schnell und kostengünstig einsetzen, ist aber langfristig gesundheitsschädigend! Darum verwenden wir in unserer Praxis grundsätzlich kein Amalgam, da die Gesundheit unserer Patienten an erster Stelle kommt.

 

Die kostenmäßig günstigste Alternative zu Amalgam stellt die als Composite bezeichnete Füllung aus Kunststoff dar. Bestehend aus einer organischen Kunststoffmatrix sowie verschiedenen anorganischen Füllmaterialien bietet sie den Patienten eine interessante Alternative zu der grauen Amalgamfüllung, da die Composite Füllung die positive Eigenschaft besitzt, in nahezu exakt der Zahnfarbe hergestellt werden zu können, wie es der jeweilige Patient benötigt. Jedoch bedarf es bei einer Füllung aus Kunststoff eines Auftragens in mehreren Schichten, um diese haltbarer zu machen.

Weitere Behandlungsmöglichkeiten bei Füllungen

Daneben bietet die heutige Zahnmedizin eine Reihe weiterer Möglichkeiten, vorhandene Löcher, die zum Beispiel nach Kariesbefall entstanden sind, zu schließen, während die Füllungen dabei möglichst unauffällig sein sollen. So genannte Inlays werden ebenfalls als Füllmaterial verwendet. Das Inlay fertigen wir direkt in unserer Praxis passend auf die Zahnfarbe des Patienten an. Ausschließlich im Seitenzahnbereich angewendet können Inlays sogar dann eingesetzt werden, wenn eine Füllung mit Composite aufgrund eines zu großen Defekts am Zahn zu umfangreich wäre. Bei den Inlays unterscheidet man zwischen den beiden meistverwendeten Arten, den Gold- und Keramikinlays, doch auch solche aus Porzellan oder Glas sind im Einsatz.

Welche Plombe ist die beste?

Entfernung von Karies

Vollkommen abhängig vom eigenen ästhetischen Empfinden kann jeder Patient selbst wählen, ob er sich für die klassische Füllung aus Kunststoff entscheidet, Goldinlays bevorzugt oder Keramikfüllungen eingesetzt bekommen möchte, die seiner persönlichen Zahnfarbe entsprechen. Jede Art von Füllungen verfügt über unterschiedliche Vor- und Nachteile, die es ganz persönlich einzuschätzen gilt. In einem klärenden Gespräch finden wir gern die für Sie beste Lösung.

Auf einen Blick:

  • Eine Plombe steht bezeichnend für eine Füllung eines vorhanden Lochs im Zahn
  • Amalgamfüllungen sind nicht mehr zeitgemäß und gesundheitsschädigend
  • Composites sind Füllungen aus Kunststoff und lassen sich exakt an die Zahnfarbe anpassen
  • Bei größeren Defekten vor allem im Seitenzahnbereich kommen Gold- oder Keramikinlays zum Einsatz
Letzte Aktualisierung dieser Seite von Google+: 13.05.2014